Nachhaltige Erzeugung von Industriestrom in Deutschland

By 18. Juli 2018Allgemein

Die Anteile der einzelnen Energiequellen an der gesamten benötigten Energie in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert. Die fand früher überwiegend durch konventionelle Kraftwerke statt. Heute stehen Windkraftwerke, Photovoltaikanlagen und die aus im Fokus. Da Deutschland, als auch die meisten anderen europäischen Länder, den größten Teil des Stroms in und verbrauchen, spielt nachhaltig produzierter eine besondere Rolle.

Entwicklung bei der Erzeugung von Industriestrom

Deutschland produziert europaweit am meisten Strom, vor allem für Gewerbe und Industrie. Seit der Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahr 2000 und der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie in 2002, hat sich einiges getan. Mittlerweile stammt über ein Drittel des in Deutschland produzierten Stroms aus nachhaltigen Energieträgern. Damit sind die wichtigste Quelle für Industriestrom in Deutschland.

Bis 2050 sollen mindestens 80% des Stromverbrauches in Deutschland aus nachhaltigen Energiequellen gedeckt werden können. Einige Stromanbieter bieten sogar eine Öko-Option bei individuellen Angeboten für Gewerbestrom an. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Energieversorgung und Erzeugung in Deutschland eindeutig in eine überwiegend CO2 freie Richtung tendieren.

Verschiedene nachhaltige Energiequellen für Industriestrom

Die Stromerzeugung in Deutschland ist durch einen relativ breiten Mix an verschiedenen Energiequellen charakterisiert und muss in erster Linie den Energiebedarfen von Gewerbe und Industrie gerecht werden. Neben den konventionelle Energieträgern wie Kohle, Erdgas und Kernenergie, spielen in den letzten Jahren vor allem , Windenergie, Solarenergie und Biomasse eine zunehmend wichtigere Rolle bei der Gewinnung von Industriestrom. Dennoch sind die konventionellen Energieträger nach wie vor unersetzbar für eine sichere Versorgung der Industrie mit Storm.

Windenergie

Windenergie spielt in Deutschland die größte Rolle bei der Gewinnung von nachhaltigem Industriestrom. Mittlerweile hat sie über 13% Anteil an der Stromerzeugung im gesamten Land. In Deutschland stehen derzeit über 28.000 Windkraftanlagen, die vor allem in den windreichen Regionen in Norddeutschland platziert sind. Dabei unterscheidet man bei Windkraftanlagen generell in offshore und onshore. Offshore Windkraftanlagen sind in sogenannten Windparks in der Ost- und Nordsee platziert. Onshore Anlagen stehen auf dem Festland.

Biomasse

Nach der Windenergie hat die Energiegewinnung aus Biomasse mit fast 7% den zweitgrößten Anteil an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland. Unter Energie aus Biomasse versteht man die Nutzung von landwirtschaftlichen Reststoffen sowie speziell angebauter Energiepflanzen zur Erzeugung von Strom oder auch Treibstoffen. Sie wird in speziellen Heizkraftwerken verbrannt und in Industriestrom umgewandelt. Allerdings ist Biomasse sehr begrenzt, sodass sie in Zukunft vor allem als ergänzende Energiequelle für Industrie und Gewerbe verwendet werden soll.

Sonnenenergie

Außerdem spielt die Photovoltaik mit gut 6% Anteil an der Stromerzeugung in Deutschland eine bedeutende Rolle bei der Gewinnung von nachhaltigem Industriestrom. Das ist vor allem auf die deutlich günstiger gewordene Technologie zurückzuführen. Während bei der Einführung des Erneuerbare Energien Gesetz Photovoltaikanlagen noch als extrem teuer galten, gehören sie mittlerweile zu den günstigsten Methoden nachhaltigen Industriestrom zu produzieren. Der größte Teil dieser Solaranlagen steht im Süden Deutschlands – der durchschnittlich sonnigsten Gegend. Um Stromkosten zu sparen, installieren sogar einige Gewerbe eigene Photovoltaikanlagen auf ihren Firmengeländen. Einen weniger aufwendigen Weg um die Stromkosten zu optimieren, bietet ein online Industriestrom Preisvergleich ab einem jährlichen Verbrauch von 100.000 kWh.

Wasserenergie

Die Energie aus Wasser leistet mit knapp 3% Anteil an der Stromerzeugung in Deutschland den momentan kleinsten Beitrag zur Gewinnung von nachhaltigem Industriestrom. Um aus Wasser Strom zu gewinnen, wird fließendes Wasser mit Hilfe von speziellen Turbinen in elektrische Energie umgewandelt. Dies passiert entweder an bestimmten Küstenabschnitten durch das Zusammenspiel der Gezeiten oder überwiegend an Staudämmen.

Die Rolle konventioneller Energiequellen für Industriestrom

Konventionelle Energieträger spielen nach wie vor eine elementare Rolle. Derzeit ist es nicht möglich den Strombedarf in Deutschland ausschließlich aus erneuerbaren Energien zu decken. So stammen weiterhin knapp 40% des in Deutschland produzierten Stroms aus Braun- und Steinkohle. Da sich Deutschland im Rahmen der Energiewende dazu verpflichtet hat aus der Kernenergie auszusteigen, sinkt ihr Anteil am Strommix entsprechend weiter. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich der Trend in Richtung nachhaltig produziertem Industriestrom fortsetzen wird. Wie lange es dauert, bis der gesamte Strombedarf der Industrie in Deutschland durch nachhaltige Energieträger gedeckt werden kann, bleibt abzuwarten.

Ursprünglich publiziert auf: Nachhaltigkeiten.

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