Wundervoller Weinverschluss: Zwei Drittel der Deutschen verbinden Naturkorken mit Genusstradition (FOTO)

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Wundervoller Weinverschluss: Zwei Drittel der Deutschen verbinden Naturkorken mit Genusstradition (FOTO)

Herford (ots) –

Herstellung, Branche, Bekanntheit: Korkverschlüsse können auf eine
lange Geschichte zurückblicken. Daher überrascht es nicht, dass für für
zwei Drittel der Menschen Naturkorken für Genusstradition stehen.

Bald ist es wieder soweit: Zum Weihnachtsessen kommt die ganze
Familie zusammen. Je nach Gusto zu Gerichten wie Gans mit Rotkohl und
Klößen oder dem Klassiker Kartoffelsalat mit Würstchen. Häufig
begleitet wird das Festmahl von einer guten Flasche – feierlich
entkorkt festlichen gedeckten am Tisch. Gerade diese Handlung besitzt
nach Meinung der Mehrheit der Deutschen große Symbolkraft: Denn für
mehr als zwei Drittel der Deutschen (67 Prozent) sind Wein und
Naturkorken mit dem Begriff Tradition verknüpft. Das ergab eine
repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Korkverbands
(DKV) und des Portugiesischen Korkverbands APCOR.[1] Vier Gründe,
warum Korken und Tradition so eng zusammengehören:

Entdeckung: Dem Mönch sei Dank!

Schon die alten Römer verwendeten Kork als Verschluss für ihre
Tongefäße. Dann geriet diese Technik jedoch zunächst in
Vergessenheit, bis ein Mönch sie Mitte des 17. Jahrhunderts
wiederentdeckte: Pierre „Dom“ Pérignon soll mit dem Korkverschluss
experimentiert haben und das Drahtgeflecht, die sogenannte Agraffe,
erfunden haben. Sie verhalf dem Champagner zu größerer Haltbarkeit.
Seine Verdienste machten ihn zum Namenspaten der wohl legendärsten
Champagnermarke Dom Pérignon. Was für Champagner gut ist, konnte für
Wein nicht schlecht sein: Ab dem Jahr 1700 wurde der Flaschenkorken
bereits für Portwein in Portugal benutzt – von wo aus er seinen
weltweiten Siegeszug antrat.

Bekanntheit: Flaschenbester – jeder kennt Korken

Naturkorken ist der weltweit am häufigsten eingesetzte
Flaschenverschluss. Von den 18 Milliarden Verschlüssen, die jährlich
produziert werden, sind zwei Drittel aus dem nachhaltigen Material –
Tendenz steigend. Dabei sind Naturkorken auch der bekannteste
Verschluss für Flaschen: 100 Prozent der deutschen Weintrinker kennen
ihn.

Produktion: In der Rinde liegt die Kraft

Kork wird aus Korkeichen gewonnen. Diese werden nach 20 bis 25
Jahren erstmals von Bauern in Handarbeit „geschält“, danach alle 9
bis 12 Jahre. Diese spezielle Erntetechnik wird von Generation zu
Generation weitergegeben. Die Korkeichen können bei schonender
Behandlung bis zu 250 Jahre alt werden. Nach der Ernte wird der
Rohstoff Kork vollständig verwertet: Aus rund 70 Prozent der
geernteten Baumrinde entstehen Korkverschlüsse. Der übrige Kork wird
zum Beispiel zur Herstellung von Bodenbelägen oder in der Modebranche
verwendet.

Wirtschaft: Portugal nicht nur Europa- sondern Weltmeister

Unbestrittener Kork-Weltmeister ist Portugal. Mit einem Markanteil
von rund 50 Prozent ist das kleine europäische Land der weltweit
größte Korklieferant. Pro Tag werden hier 40 Millionen Korken
hergestellt. Insgesamt arbeiten rund 28.000 Menschen in der
portugiesischen Korkindustrie. In den Fabriken, die sich vor allem in
der Nähe von Lissabon sowie im Norden von Portugal befinden, wird der
Kork verarbeitet und anschließend in Länder auf der ganzen Welt
exportiert.

[1]Repräsentative Umfrage „Korkböden“ des
Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des Deutschen
Korkverbands (DKV) und des portugiesischen Korkverbands APCOR. Im
Juni 2017 wurden in Deutschland 1.014 Bundesbürger ab 18 Jahren
befragt.

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