Wachsender Konsumwahn an Weihnachten: Deutschlands Kids wünschen sich immer mehr

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Wachsender Konsumwahn an Weihnachten: Deutschlands Kids wünschen sich immer mehr

München (ots) – Deutsche Kinder und Jugendliche wünschen sich
immer mehr zu , wie das Energieunternehmen E.ON mit einer
aktuellen
aktuellen YouGov-Umfrage unter Eltern in Deutschland herausfand. 30
Prozent der Befragten gaben an, dass sich ihr Kind im Wert
von über 200 Euro wünscht. Ganz im Gegensatz zu sich selbst als
Jugendliche: Gefragt nach ihren damaligen Wünschen, kamen nur 13
Prozent auf einen ähnlich hohen Gesamtwert. Die meisten (30 Prozent)
wünschten sich Geschenke mit einem Gegenwert zwischen 50 und 100
Euro, knapp ein Fünftel sogar nur unter 50 Euro. Je jünger die
befragten Elternteile, desto mehr haben aber auch sie selbst sich
schon zu Weihnachten gewünscht und auch bekommen. Generation Y und Z
sind also deutlich verwöhnter als ihre Vorgänger – und fordern das
auch in Wünschen ein.

Geld, Elektrogeräte und Computerspiele sind am beliebtesten

Unabhängig vom Gegenwert der Wünsche ist Geld mit rund einem
Viertel der Antworten unterm Weihnachtsbaum am beliebtesten. Dabei
gilt die Faustregel: Je älter das Kind, desto eher wünscht es sich
Geld. Unter den 15- bis 18-Jährigen sind es mehr als 40 Prozent. Auch
bei den Eltern waren die Moneten das liebste Mitbringsel von
Weihnachtsmann und Christkind: 37 Prozent der Befragten nannten Geld
als häufigsten Weihnachtswunsch von damals.

Unterhaltungselektronik wie Fernseher oder Computer liegen dieses
Jahr mit 22 Prozent nur knapp hinter den Geldgeschenken, am
beliebtesten sind sie bei der Altersgruppe der 12- bis unter
14-Jährigen. Bei den Eltern schaffte es diese Kategorie nur auf Platz
fünf der begehrtesten der Jugend, immerhin aber
noch mit einem Fünftel der Antworten. Da die Geräte immer effizienter
werden, brauchen sich Eltern heutzutage über die Folgekosten der
Anschaffung keine Sorgen mehr zu machen. Beispiel Fernseher: Der
Röhrenfernseher, den die meisten Eltern noch im Jugendzimmer stehen
hatten, verbrauchte viermal mehr als der LED-Flachbildschirm, auf dem
ihr Nachwuchs heute Filme streamt oder Videospiele zockt. Letztere
sind das drittliebstes Weihnachtsgeschenk der heutigen Kinder und
Jugendlichen, dicht gefolgt von Büchern, Bekleidung und Gutscheinen.

Keine Ponys, Katzen oder Einhörner

Die von Eltern am meisten gefürchtete Antwort auf die Frage, was
sich der Nachwuchs auf Weihnachten wünscht, nämlich ein Haustier, ist
allen Vorurteilen zum Trotz keine häufige – und ist es noch nie
gewesen. Ob Pony, Katze, Hase oder Einhorn, egal ob Eltern (neun
Prozent) oder Kinder (fünf Prozent), egal welches Alter: Haustiere
als Weihnachtsgeschenk waren und sind gleich unbeliebt.

Musik ist der größte Verlierer unter den Weihnachtswünschen

Lagen Schallplatten, Kassetten und CDs mit rund einem Fünftel der
Antworten bei den Eltern noch auf Platz Vier der beliebtesten
Weihnachtswünsche als Jugendliche, stehen sie heute nur noch bei
sieben Prozent der Kids auf dem Wunschzettel. Dank Youtube, Spotify
und Co. ist der physische Besitz von Musik für die jüngeren
Generationen offensichtlich überflüssig geworden – sie hören
hauptsächlich auf dem Smartphone, wie eine E.ON-Studie im Frühjahr
2017 gezeigt hatte. Für den Energieverbrauch im Haushalt ist das
durchaus eine positive Entwicklung: Musikhören übers Handy benötigt
nur einen Bruchteil der Energie einer Stereoanlage und spart so etwa
45 Euro Stromkosten im Jahr.

Ost und West: Unterschiede und Gemeinsamkeiten damals und heute

Eltern, die heute in den neuen Bundesländern leben, waren als
Jugendliche deutlich bescheidener als ihre Pendants im Westen: Sie
wünschten sich wesentlich häufiger Geschenke unter 50 Euro (28
Prozent vs. 17 Prozent), Geschenke über 200 Euro kamen insgesamt nur
für jeden Zehnten in Frage. Diese Tendenz spiegelt sich auch bei
ihrem Nachwuchs wider, wenn auch in einer höheren Preisklasse: Im
Osten wünscht sich ein Drittel der Kinder und Jugendliche aktuell
etwas zwischen 50 und 100 Euro, im Westen sind es nur 21 Prozent.
Hier wünschen sich die meisten (31 Prozent) etwas ab 200 Euro
aufwärts. Im Osten äußern nicht einmal ein Viertel der Kinder und
Jugendlichen so teure Wünsche.

Was die Art der Wünsche unter den Kindern und Jugendlichen von
heute angeht, unterscheiden sich der ehemalige Osten (ohne Berlin)
und Westen dagegen kaum noch. Einziger Punkt: Im Osten sind
Geldgeschenke nicht ganz so beliebt, hier haben Elektrogeräte und
Computerspiele die Nase vorn. Bei der Elterngeneration waren die
Unterschiede wesentlich deutlicher. Die Eltern, die heute in den
neuen Bundesländern leben, wünschten sich als Jugendliche
beispielsweise deutlich häufiger Bekleidung zu Weihnachten als die,
die heute im Westen leben. Bei ihnen standen dafür öfter Bücher und
vor allem Musik auf den Wunschzetteln, die bei den Altersgenossen im
Osten dagegen kaum eine Rolle bei den Weihnachtswünschen spielte.
Haustiere fanden aber auch damals schon alle gleich uninteressant.

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov
Deutschland GmbH, an der 1027 Personen zwischen dem 07.12.2017 und
13.12.2017 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind
repräsentativ für Familien mit Kindern unter 18 Jahren nach
Bundesland und Anzahl der Kinder.

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